1. Er liebte schon immer die Freiheit. Sie ist das, was immer bleibt und was er selbst in der Hand hat. Er kann bestimmen, wie weit die Freiheit geht, wie weit er Sachen zulässt und Dinge strapaziert.
    Wenn er nachdenkt, fliegen seine Gedanken wie Glühwürmchen durch die Nacht und spielen fangen. Dies liebt er. Er ist süchtig nach der Unordnung, die seine Gefühlswelt beherrscht, liebt das Chaos. Doch wie ein Anführer besitzt er die Autorität, seine Gefühle zu führen, sobald er Führung nur zulässt.
    Und obwohl Freiheit wohl das oberste aller Gefühle ist, sogar noch vor der Liebe, lässt er selten andere Empfindungen zu, erst recht nicht die Liebe. Das Einzige, was er liebt, ist, durch die Welt zu reisen. So begibt er sich über den so steinigen und unruhigen Weg dieser Welt, welche für ihn alles bedeutet, nur um an einer Stelle, die ihm angemessen genug erscheint, anzuhalten, sich in das kräftige, grüne Gras fallen zu lassen und um dort mit aufgerissenen blauen Augen die Wolken am hellblauen Himmel zu zählen.
    Er braucht den Sommer, im Sommer fühlt er sich zuhause, es ist die einzige Wärme von außerhalb, der er sich anvertraut, auf die er sich verlassen konnte.
    Das Wolkenzählen ist das, was er als Regelmäßigkeit anerkennt. Er verachtet Pläne, sein Gefühl befiehlt ihm immer genau so zu handeln, wie er es nicht sollte, genau das provoziert er. In Großstädten fühlt er sich verloren, erdrückt. In Dörfern allein und eingezwängt.
    Deshalb braucht er das offene Land, die ganze große Welt, so wie andere die Liebe brauchen, um glücklich zu sein.

     
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Diese Seite dient der Verarbeitung meiner Gesellschaftsunfähigkeit, meiner Verlorenheit und meiner Reizüberflutung. Sie ist Tagebuch, Notizzettel und Klemmbrett eines seltsamen Geistes.

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