1. Diese eine Liebe fickt dich dein ganzes Leben.
     

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  2.  

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  3. Kling Klang, du und ich. Die Straßen entlang!
     

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  4. Einsam war ich. Und lustlos. Ich wandelte auf verzweigten Pfaden. Es regnete. Ich hielt inne und ging verloren.
    Ein kleines Licht zeigte mir den Weg. Doch als ich aufwachte, war es verblichen.
    Ich rieb meine Hände, verwischte bittere Tränen.
    Ich bewahrte vergilbte Postkarten in einer kleinen grünen Schachtel. Ich mochte diese eine kleine mit dem Leuchtturm.
    Ich hatte einen Stoffhund, zig Fragen und Sehnsucht. Ich trank Kaffee.
    Draußen war es kalt und windig. Ich lag auf 140x200 und war traurig. Und immer und immer wieder.
    Ich begriff, dass ich mich verändern muss. Ich begriff, dass ich selbst Herr über mich sein muss. Ich begriff, dass es ein schwerer Weg wird.

     

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  5. summer of 2010

    Es ist magisch. Eine zufällige Begegnung, mit der keiner gerechnet hat. Eine Unterhaltung genügt, um gegenseitige Sympathie zu erkennen. Es folgen weitere Treffen, die Sympathie wächst beiderseits. Nicht nachdenken, einfach agieren. Ein Kuss, Chaos, Verliebtheit, Chaos, Planlosigkeit, ein Kuss, reden, reden, reden, Chaos, ein Versuch. Früher dachte sie, jeder Mensch hat einen Typ, der gewisse Kriterien erfüllt, auf die man Wert legt. Ein gewisses Äußeres, Haarfarbe, Körpergröße, eine Art sich zu bewegen, ein Kleidungsstil. Er ist dies alles nicht. Er ist der Zufall, plötzlich sind ihr all diese Dinge nicht mehr wichtig. Was für Kleidung er trägt ist scheiß egal. Nicht, dass sie früher großen Wert darauf gelegt hätte, es ist nur so, dass die früheren Objekte der Begierde alle etwas gemein hatten. Er ist kleiner als sie, hat keine schwarzen Haare und aus seinen Hosen schauen keine Boxershorts heraus. Warum mag sie ihn so gerne? Wieso verstehen sich manche Menschen auf Anhieb wunderbar und spüren eine Verbindung, eine Nähe zu einander, welche nicht erklärbar ist? Er will sich nicht festlegen, obwohl er Gefühle für sie hat, das Chaos in seinem Leben ist zu groß, er will keine Struktur hinein bringen, er ist überfordert, glaubt ihr nicht genügend Aufmerksamkeit entgegen bringen zu können, wenn er nebenbei mit anderen Dingen beschäftigt ist. Sie will, dass sie es versuchen. Sie liebt seine Aktivität und Spontanität und, dass sie sich in seiner Gegenwart wohl fühlt. Mit ihm zusammen ist sie mehr sie selbst als sonst. Sie reden offen und ehrlich über die Situation, eine kluge Lösung gibt es nicht. Nicht nachdenken, einfach agieren, der Dummheit mitten in die Arme, immer weiter und weiter. Nicht an morgen denken, im Moment leben, ihn genießen. Kann das funktionieren? Ist das wichtig? Muss es funktionieren?
    Die Packung in der Hand. Mit der Öffnung nach unten über die Tasse. Selbst die letzten Krümel fallen nun in die Tiefe. Heißes Wasser darüber. Und das war es dann. Damit verschwindet auch die letzte kleinste Ahnung von einem Gefühl. Das Gefühl, es hätte etwas werden können mit dir und mir, steigt als köstlicher Duft in den Raum. Und ich bin verblüfft. Ich muss mich setzen. Ich sinke auf den Stuhl und starre Löcher in die Teeluft. Plötzlich, einfach so, ist die Packung leer. Wie ein Wort auf der Zunge zerronnen. Als Geruch in Luft aufgelöst. Ohne großen Knall, wie man das von großen Tragödien kennt. Einfach lautlos.

     

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  6. Toni Braxton - Un-Break My Heart
     

    Kein Song vereint die wunderschönsten Erinnerungen, große Gefühle, Wehmut, Zorn, Trauer und Erleichterung in einem wie dieser. Dieser Song auf der schönsten Autofahrt in einer der bewegendsten Nacht meines Lebens war der Beginn vieler bittersüßer Jahre bis zum niederschmetterndsten, erleuchtendsten und befreiendem Ende.
    Seit vielen Monaten kannte ich sie, seit einigen Monaten trafen wir uns regelmäßig, seit ein paar Wochen war ich in sie verliebt. Doch nach außen war es für alle nur Freundschaft. Bis sie eines Nachts in der Disco neben mich trat, meine Hand nahm und mich mit diesem Blick ansah. Erklärungen waren nicht mehr notwendig, was so lange unausgesprochen war, wurde Wirklichkeit. Auf der Heimfahrt durch die winterliche Landschaft, den Schnee, in meinem uralten Renault mit den Hubschraubersitzen saß sie wie so oft auf dem Beifahrersitz, doch diesmal hielt ich ihre Hand. Und sie hielt meine, fest auf ihrem Schoß. Dreißig Kilometer Landstraße nach Hause, acht Dörfer dazwischen und nicht einmal nahm ich die Hand weg. In den unzähligen engen Kurven, in dem der Motor fast abstarb, die Dörfer im fünften Gang im Standgas, alles ging so schnell und doch so herrlich langsam vorbei. Ich ließ ihre Hand nicht los. Wir waren glücklich. Diesen einen langen Moment waren wir ein wirklich aufrichtig glückliches Liebespaar. Von diesem einem Moment zehrten wir zehn Jahre. Rückblickend verstehe ich bis heute nicht, wie dies reichen konnte um so lange auszuhalten. Und hätte sie mich damals nach der langen Zeit nicht verlassen, wäre ich heute vermutlich tot. Vielleicht nicht körperlich, aber ganz bestimmt innerlich. Mit dem größten Schock in meinem Leben rettete sie mir eben dieses.
    Schade das ich ihr dies nie sagen konnte.
     

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  7. Irgendwann sagte ich mal zu ihr: “Ich teste manchmal die Menschen. Weil es so viele gibt, die nur so tun als ob.” Da wusste sie noch nicht, wie ich das meinte.
    Ehrlichkeit ist eine Dummheit, die einem im Wettbewerb um die Gunst der Mitmenschen einen klaren Nachteil verschafft. Andere nicht hinterfragen dann wird man selbst auch nicht hinterfragt und kann unbehelligt an seinem Selbstportrait pinseln. Der Preis ist jedoch, dass man seine Mitmenschen kaum noch wirklich kennt. Aber dies ist es scheinbar wert. Es ist schade, dass kaum noch jemand wirklich zu dem steht was er ist, was er macht, was er denkt. Eine der vielen negativen Begleiterscheinung dieses Verhaltens ist, dass man sich nach und nach selbst immer mehr einschränkt. Die Menschen verlieren mit der Zeit mehr und mehr ihre Unbefangenheit. Sie legen sich in immer mehr Bereichen auf etwas fest und sind später dann zu stolz, zu bequem und zu ignorant, um noch mal die Perspektive zu wechseln oder neue Eindrücke zuzulassen.

     

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  8. Wer braucht schon Liebe, wenn man Dinge mit Käse überbacken kann!
     

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  9.  

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  10. Wenn eine alte Freundin erzählt, dass sie mit ihrem Freund Schluss gemacht hat und dich zum abendlichen schwimmen einlädt, sagt sie das nicht, weil sie mit dir schwimmen will, sondern weil sie mit dir schwimmen will!

     

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  11. Merke: Solltest du mal wieder Lust haben, in die alte Heimat zu fahren um mit den alten Bekannten feiern zu gehen, tu etwas Spannenderes. Etwa ein Buch lesen oder Nägel schneiden, vielleicht sogar Haare waschen. Als Begründung und Erinnerung sollte deine Konversation vom letzen Versuch ausreichen. (Ja, sie war heiß, kannte deine dummen Sprüche aber schon, weil du sie vor Jahren schon mal angemacht hast. Du bist nun einmal rum in der Stadt und lernst niemand neues mehr kennen).

    Aufnahmen-16

     

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  12. Frühes Vögeln wurmt den Fang.
     

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  13. Die Zeit ist etwas Kostbares. Doch was ist, falls es nach der Zeit einfach zu spät ist? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch letztendlich stirbt auch sie. Denn was tun wir, wenn man einfach nicht mehr verzeihen kann? Wenn man es letztendlich Leid ist und nicht mehr kämpfen will? Dann ist alles gescheitert, nur weil wir es versucht haben. Ein Versuch etwas zu verändern in der Hoffnung nach …?
    Liebe!
    Das Schlimmste war, dass alles Routine wurde. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Wir wurden zu einem einzigen Ablauf, welcher sich ständig wiederholte. Niemand hatte damit gerechnet, jedoch geschah es letztendlich so.
    Unsere Fehler waren so klar, aber wir bemerkten sie nicht. Keine Zeit dazu, wir waren zu vertieft in den Ablauf der Dinge, die sich immer wiederholten. Etwas anders, und trotzdem gleich. Doch dann war es an der Zeit, etwas zu ändern.
    Und das rettete damals mein Leben.

     

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  14. Große Schwestern vom Banknachbarn in der Schule sehen immer gut aus, werden nie älter und lassen einen immer wie geistig umnachtet glotzen. Es ist auch gar nicht schlimm das sie inzwischen verheiratet sind und Kinder haben, nein - sie sind einfach genau so toll wie früher und werden es immer bleiben. Der einzige Unterschied: sie redet jetzt mit mir, weil ich ja nun groß bin.

    "Hallo, kennen wir uns nicht?"
    “Also ich kenne dich ganz sicher.”
    “Bist du nicht der … Klar du bist mit meinem Bruder in die Schule gegangen.”
    (Sie ist nicht nur schön sondern auch schlau und sie hat mich nicht vergessen.)
    “Ja stimmt, ich war oft bei euch zu Hause.”
    “Wie heist du?”
    “Steven.”
    “Ich bin Sandra.”
    “Ich weis, habe ich nicht vergessen.”
    (Wie könnte ich auch, habe ich doch als Vierzehnjähriger jede Nacht von ihr geträumt und im Schlaf ihren Namen gesungen.)
    “Starrst du mich deswegen so an?”
    “Du wirst es gewohnt sein, dass Männer dich anstarren.”
    “Danke schön, aber mal ehrlich ist irgend etwas?”
    “Ich versuche nur etwas an dir zu finden was anders ist als früher - schlechter.”
    “Warum?”
    “Weil ich irgendwann mal wieder eine Frau haben will und du nicht mehr zu haben bist.”
    “Ich habe dich gar nicht als so einen Schmeichler in Erinnerung.”
    “Ich war schon immer recht schüchtern.”
    (Außerdem hat mir dein Bruder damals versprochen das ich dich heiraten darf wenn ich groß bin, also bitte!)
    “Wir können ja wenigstens mal eine Runde tanzen.”
    (Toller Trostpreis, ich bin begeistert. Ganz toll!)

     

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  15. Sven van Thom - Trauriges Mädchen
     

    Dieser Song kam damals komischerweise genau zur rechten Zeit. Ein Mädchen das ich nicht haben konnte, weil sie einen Idioten liebte, der sie nicht haben wollte, weswegen sie sich bei mir freundschaftlich ausheulte. So nahm das Elend seinen Lauf. Ob wir in den Monaten das Lied nachspielten oder das Lied nach uns geschrieben war - wer weis. Es war eine lange süßsaure Zeit, die ich seltsamerweise positiv in Erinnerung habe. Nur das hässliche Ende hätte nicht ganz so sauer sein müssen.
    Aber seitdem mag ich dieses Lied und freue mich jedes Mal, wenn es spielt.

     

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Diese Seite dient der Verarbeitung meiner Gesellschaftsunfähigkeit, meiner Verlorenheit und meiner Reizüberflutung. Sie ist Tagebuch, Notizzettel und Klemmbrett eines seltsamen Geistes.

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